Die Stammesweisheit der Indianer, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde, besagt: „Wenn du entdeckst, dass du auf einem toten Pferd reitest, ist die beste Strategie, abzusteigen.“
In der modernen Geschäftswelt, im Bildungswesen und in der Politik werden jedoch häufig weitaus fortschrittlichere Strategien angewandt, wie zum Beispiel:
- Einen stärkeren Peitsche kaufen.
- Den Reiter auszutauschen.
- Dem Pferd mit Entlassung zu drohen.
- Ein Komitee einzuberufen, um das Pferd zu untersuchen.
- Reisen in andere Länder zu organisieren, um zu sehen, wie dort tote Pferde geritten werden.
- Die Standards so weit zu senken, dass tote Pferde eingeschlossen werden können.
- Das tote Pferd als „lebensbeeinträchtigt“ neu zu klassifizieren.
- Externe Auftragnehmer zu engagieren, um das tote Pferd zu reiten.
- Mehrere tote Pferde zusammenzuspannen, um die Geschwindigkeit zu erhöhen.
- Zusätzliche Mittel und/oder Schulungen bereitzustellen, um die Leistung des toten Pferdes zu verbessern.
- Eine Produktivitätsstudie durchzuführen, um herauszufinden, ob leichtere Reiter die Leistung des toten Pferdes steigern könnten.
- Zu erklären, dass das tote Pferd, da es nicht gefüttert werden muss, kostengünstiger ist, geringere Gemeinkosten verursacht und daher wesentlich mehr zum Gesamtergebnis der Wirtschaft beiträgt als einige andere Pferde.
- Die Leistungserwartungen für alle Pferde neu zu schreiben.
- Das tote Pferd in eine Führungsposition zu befördern, um ein weiteres Pferd einzustellen.
Ich habe noch niemanden mit Erfahrung in Wirtschaft oder Politik getroffen, dem diese bizarre Analogie keinen Sinn macht. Würde ich falschliegen, wenn ich annehme, dass auch ihr keine Schwierigkeiten habt, eure eigene Geschichte eines „toten Pferdes“ zu erinnern? Eine Geschichte, erzählt mit Frustration, Leidenschaft und Ungläubigkeit.
